MaJa-Abstrakt

16. Oktober 2009

Achtung, ein Fluch geht um!

Ja, ihr lest Richtig ein Fluch, in einem Bild. In einem abstrakten Bild!

Definieren wir erstmal:

Abstrakte Bilder sind Kunstwerke, meist in grellen und/oder düsteren Farbe gehalten. Dadurch erzeugen diese Schinken eine sehr düstere Atmosphäre, bei der man am liebsten spontan losheulen wöllte. Dies wir jedoch durch die abnormale Abstraktheit verhindert: Man versteht schlichtweg nicht, warum man heulen möchte. Soweit klar? Nein? Auch gut.

Mein Namensvetter Martin hat sich in dieser Disziplin versucht, jedoch ist das Bild verflucht und man kriegt Kopfschmerzen davon. Deshalb sind bisher alle (!) Versuche der Redaktion, es zu interpretieren fehlgeschlagen. Nun bin ich dran und es scheint bisher zu klappen, damit ihr auch verflucht werdet, hier das Meisterwerk (klicken zum vergrößern):

So, des Künstlers Warnhinweis war, dass man der Giraffe (haha, wo ist sie bloß?) ja nicht ins Auge sehen sollte. Just nachdem  er diesen Satz von sich gab wurde er von einem Schwarzen Loch gefressen.

Künstler, Giraffe, Fluch hin oder her, jetzt wird interpretiert. Knallhart, schwarz auf weiß:

Zuerst einmal die oberflächliche Zusammensetzung: Grau, grell – häßlig. Dunkel, eben… Was soll uns damit nahe gelegt werden? Ist das Ende nahe? NEIN, ganz im Gegenteil: Durch die offensichtliche Düsterheit wird auf die jetzt schon düstere Welt der Menschen hingewiesen. Da sich doppelte Düsterheit addiert…

… WTF? FLUCH!!! ICH BIN GERADE BEIM BLOGGEN EINGESCHLAFEN!… weiter im Text,

Ja, … ähm, Scheiße: Inzwischen sind nun fast 19 Stunden vergangen, ich war erkältet, hatte Schüttelfrost und musste 3 mal kotzen.

Ich glaube trotzdem an keine Flüche.

Also: Durch die offensichtliche Düsterheit, welche sich in unserem alltäglichen Leben wiederfindet (z.B.: Physikunterricht, Ostergasse, …) spricht uns der Künstler ganz direkt an, das wird vor allem durch die beiden, masochistisch verunstalteten, menschenähnlichen Piktogrammen dargestellt. Während eines von einer orangenen Giraffe mit Laserblick gegrillt wird und sich dabei offensichtlich Gedanken über Radioaktivität, die Weltbank und Recycling macht, liegt sein Kollege in einer Phasenverschiebung am Boden (daher die Verzerrungen) und verabschiedet sich unter türkisfarbenem Lichtgewitter mit „ZAP! POW! BLAM“ vom Angesicht dieser Welt, offenbar ein spontanes Auftreten von Antimaterie. Was soll uns damit gesagt werden?

Giraffen, wer kennt sie nicht? Diese nervigen Viecher, die die ganze Zeit in der Savanne um sich her rennen und dauernd langweilige Akazienblätter fressen. Wäre es nicht evolutionsbiologisch höchst sinnvoll, mal was aufregenderes zu fressen? Menschen? Wie soll Meister Giraffe aber Menschen jagen? Das Bild sagt es uns: Mit ihrem Laserblick! IMMA FIRIN‘ MAH LAZER!!!111einself

Das ist sie, die schon fast apokalyptische Botschaft an die Menschheit. Entweder, werden wir irgendwann alle von Giraffen gefressen, wahrscheinlich werden wir es aber garnicht merken, da wir uns zuviel Gedanken über die Umwelt und Geld machen, oder wir vernichten uns selber mit Antimaterie und verschwinden alle im türkisfarbenen Licht der 4. Dimension.

Soweit, so gut, aber was ist mit dem Schaum und der Raupenkette los? Offensichtlich, wer denkt es sich nicht, wird hier eine Anspielung auf Black Metal gemacht (Raupenkette -> Panzer -> Waffe -> Krieg -> Black Metal), der in letzter Zeit immer softer wurde (Seifenblasen), aber es besteht immer noch Hoffnung auf Besserung (grüne Seifenblasen -> Farbe der Hoffnung). Natürlich werden Black Metaller nicht von der Apokalypse erfasst, es gibt keinen Anti-Black Metal und erst recht keine Giraffen mit Laserblicken, die Black Metaller fressen würden, was denkt ihr euch denn? Gerade deshalb findet die Existenz dieser Metapher nur am Rande des Meisterwerks statt. „Happy“ steht natürlich für die Gesinnung dieses Musikstils.

Kommen wir nun zum braunen und grünen Dämon. Klar, dass der braune Dämon an Baphomet erinnert und somit wieder die glücklichen Black Metaller symbolisiert, die – als letzte „Menschen“ auf diesem Planeten – sämtliche Errungenschaften, oder auch Informationen, durch Black Metal ersetzten werden. Das sieht man ausschließlich daran, dass Baphomet gerade das i verschluckt. Nun, sein grüner Kumpane. Verdammt, dass ist wohl eine harte Nuss, die uns Martin² dort hinterlegt hat. Ich tippe auf die Sonne. Wiedrum im Sinne der Hoffnung in grün gehalten – dort liegt sie, unsere Zukunft:

Um der Apokalypse zu entgehen muss die Menschheit auf die Sonne umsiedeln, nicht etwa auf den Mars. Das Gute an dieser Umsiedlung wird durch das überaus freundliche Gesicht der grünen Sonne symbolisiert.

Nun, der Rest zeigt natürlich alle möglichen Wirren und Wesen der Apokalypse und ihren Folgen dar, was durch psychedelische Farbwahl besonders deutlich wird, eine Form geht mir davon aber nicht aus dem Kopf: Am Fuße der Giraffe, offensichtlich ein Atomkern… zählen wir mal nach: 7 Nukleonen.

7Li

Das häufigste Lithiumisotop, scheiße… was sollen wir damit nur machen?

Garnix.

Gruß,

euer verfluchter Martin

4 Antworten to “MaJa-Abstrakt”

  1. martin2110 said

    Bin froh, dass dus überlebt hast😀. Aber letztendlich ists ein wolgeformter Artikel geworden, Daume nuff!

  2. jan308 said

    Saugeil !!

  3. […] Will mir da also jemand einen Streich spielen oder bin ich womöglich auch verflucht? (siehe dort) […]

  4. Ethanael said

    It’s a joy to find somoene who can think like that

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