Atzen

21. September 2009

Hey, was geht ab und ein herzliches Hallo an alle Leser. Ich melde mich nun aus einer längeren Pause mit kreativen Schläglöchern zurück um über ein Thema zu berichten, dass mir sehr am Herzen liegt: Atzen. Einige von euch kennen sie vielleicht, diese wilden, barbarischen Partymenschen, die „jeden Ort in eine wilde Party verwandeln“. So zumindest eine deutsche Boulevardsendung, die ihre Clips nur ungern auf Youtube sieht. Da RTL2 ja gerne teilt, ein Ausschnitt hier. Der Ausschnitt ist kurz, informativ und gut recherchiert, *HUST* *HUST*. Eine gute Zusammenfassung quasi.

Nun, warum möchte ich nun über solche Leute berichten? Es trug sich vor garnichtmal so geraumer Zeit zu, dass ich mit ein paar Freunden in Canet-Plage mit Super Ruf Reisen Urlaub machte. Folgende Erzählungen werde ich deshalb versuchen so bildhaft wie möglich zu schildern, sodass keine genaueren Vorkenntnisse benötigt werden (Insider werden ausgewalzt).
Als wir im Camp ankamen, machten wir erstmals die Bekanntschaft mit den Atzen, einer kleinen Gruppe von Freunden, die sich der Atzenmusik, Atzenkleidung und allem mit dem Wort Atze in sich, anhänglich zeigten. Einer wagte es sogar, die Blende seiner, ich hoffe doch es war seine, gelben Basecap umzuklappen und sie mit einem schicken Atzenschriftzug zu verzieren. Da dies schonmal recht lächerlich rüberkam, versuchten wir bei Kräften uns keine Vorurteile einzubilden und sie erst einmal weiter zu beobachten. Als wir nun aber von einigen anderen Jugendlichen, bayerischer Herkunft aus unserem Villagio (kleine Zeltgruppe), die mit besagten Atzen die Herfahrt verbracht haben, gesagt bekommen haben, dass besagte Atzen dieses Lied die gesamte Fahrt im Bus über Lautsprecher rauf und runter laufen ließen, schienen erste Befürchtungen durchzuschimmern. Sie schienen dieses Atzengehabe ernst zu nehmen. Und wenn sie es schaffen, geschätzte 15 Stunden Fahrt mit einem Lied zu verbringen und den gesamten Bus dabei zu nerven, wie würde es dann nach einer Woche aussehen?
Trotz aller Erwartungen von ausschweifenden Partys mit Konfetti und Alkohohl und natürlich Atzenmusik blieb alles ruhig. Nun, wir sind wohl oder übel auf einen Schwindel hereingefallen. Diese Atzen waren nämlich höchstens pseudoatzisch veranlagt, gar Placeboatzen. Außen Hui, innen Pfui… moment, das passt hier nicht so ganz… hmmm… na egal, sie taten so als ob, waren es aber nicht, falls das verständlicher ist. Nein? Egal.
Wenn ihr denkt, dass wir innerhalb der ersten Woche dann garnichts atziges mehr vernommen haben, liegt ihr, natürlich, falsch! Die Atzen waren allgegenwärtig. So möchte ich nun eine kleine Anekdote wiedergeben. In einem peinlichen versuch, gehobene Sprache zu nutzen.

Es begab sich eines gülden Morgens, da traf sich das gesamte Volk des Camps zum gemeinsamen Frühstücke in einem Gebiet, welches Fun&Food-Bereich getaufet ward und einen üppigen Nahrungsquell für die hungrigen Ansässigen darstellte. Alle aßen und waren mit einer ruhigen, doch lustvollen Stimmung getränkt als sie ihre favorisierten Nahrungsmittel zu sich nahmen. So waren nun alle versammelt, doch Moment! Das Geschlecht der Atzen fehlte, ein freier Platz auf der Bank, ein Zeugnis eines verschlafenen Morgens. So trafen sie nun mit einer verspätung ein, was nicht sehr aufsehenerregend war, doch ein geübtes Auge erkennt jedes noch so ungewohnte Detail. So trug besagter Atze mit der gelben Basecap, verzieret mit dem atzischen Emblem, einen Gameboy Advance bei sich, in durchschimmerndem, lilanen Glanz. Der Entzückete Blick wurde von dem eingesteckten Pokémon: Rote Edition-Spiel nun gänzlich umschmeichelt. So wagte der tapfere Recke sich an sein Abenteuer, in aller Ruhe am Frühstückstisch. Der Anblick eines Atzens in seiner Kluft ist nun ja schon sehr belustigend, kommt nun aber noch ein Gameboy und Pokémon dazu, steigert sich dies krampfhaft. Er wagete es aber dennoch, eins draufzulegen und uns richtig eins auszuwischelen. Wider erwarten ist das Atzengeschlecht sozialer Natur und so begab es sich, dass der Oberatze ( Mütze -> Krone) in Ruhe weiter zockete, während sich andere Atzen um seine Nahrung kümmerten. So saß er nun, mit Gameboy in der Hand und Essen auf der Tafel. Alle beobachteten dieses Spektakel gebannt, was würde er tun? Erst noch ein Taubsi fangen? Oder doch zum fürstelichen Mahle greifen? Folgende Taten zogen uns gleichermaßen in ihren Bann, wie sie überraschend  kamen. Er schaffete es tasächelich zu speisen und gleichzeitig mit dem kleinen Finger, der an der Verköstigung unbeteiligt war, weiter seinen Gameboy zu betätigen. Als das Volk diese Faszinierende Heldentat zu Gesicht bekam… brachen alle in Gelächter aus.
Kurz: Atzen spielen während dem Frühstücken Pokémon.

Ein weiteres Stück Kultur möchte ich euch ebenfalls nicht vorenthalten: Hey, das geht ab! Es bildete die Grundlage für einige vergnügliche Stunden, auch über den Urlaub hinaus. Man kann das Verb im Refrain einfach durch jedes x-beliebige Verb ersetzen, so entstehen gerne mal Mischformen, wie: „Hey, das geht ab! Wir lernen/duschen/kacken/schreien/spielen/popeln/gammeln die ganze Nacht! Die ganze…“. Der Kreativität sind keinerlei Grenzen gesetzt, probiert es einfach mal aus, sucht euch ein paar Willige und singt den Müll mal mit, es kommt besser als man denkt. Versuchts niemals alleine, ALLE WERDEN EUCH HASSE! So, das war der langweilige Teil.

Ich hoffe der Artikel ließt sich für euch nicht so bescheuert, wie für mich… naja was soll’s.
Die Moral von der Geschicht: Atzen mag man, oder nicht.

Grüße, Martin²

PS: Zusatzinhalte können folgen.

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