Kunst

31. Juli 2009

Am Dienstag war Klassentag an unserer Schule. Zur Freude des Klassenlehrers hatten wir uns auf einen kleinen Besuch bei ihm Daheim und eine anschließende Führung im Stuttgarter Kunstmuseum (umgangssprachlich einfach nur ‚der Kubus‘) geeinigt, was ihm natürlich sehr gefiel, da er deswegen lediglich ein paar wenige Schritte von seiner übrigens sehr schönen Wohnung zum Museum tätigen musste – ganz und gar ein gemütlicher Mann.

Gegen Mittag genossen wir dann jene Führung, welche mit, ich gehe ins Zitat: „… dem hässligen und ganz und gar düsteren Deutschen Impressionismus …“ begann. Hier ein Bild des zurecht unbeliebten Malers aus dem Schwabenland:

Teufelswerk

Teufelswerk

Auf dem Bild befindet sich im Vordergrund eine Dampflokomotive in einer zum spontan losheulen anregenden und düsteren Winterlandschaft. Das komplette Bild ist in so seltsamen Farben gehalten, dass man sehr schnell in eine allgemeine Trauer verfällt und anfängt sich zu ritzen. Zudem freut man sich über die aktuelle Wetterlage, sie kann nur besser sein als jene auf dem Bild dargestellte. Dur das ungewöhnlich anmutende Motiv lenkt der Maler auf die Tristigkeit und Unpersönlichkeit der Lokomotive, welche im Gegensatz zu Lebenden Objekten eine tiefe Einsamkeit hervorruft. Mit dem Ort im Hintergrund des Bildes will er uns vermitteln, dass es Leute gibt, die an grauenvollen Orten Leben und man doch gefälligst mit seiner eigenen Wohnlage zufrieden sein soll – hier verhält es sich ähnlich wie beim Wetter: sie kann nur besser sein.

Danach führte uns unser Schicksal in die Abteilung mit der Kunst der 1920er Jahre, unter anderem auch zum Triptychon von Otto Dix und Bildern mit extrem widerlichen pornographischen Darstellungen, auf die ich aus guten Gründen nicht genauer eingehen werde.

Immernoch misswillig gegen uns gestimmt leitete uns das höchste Wesen in die Abteilung des Pop-Art und Nihilismus.

Kugel aus Plastikabfall & Fleckenzwerge

Kugel aus Plastikabfall & Fleckenzwerge

extrem armes Bild

extrem armes Bild

Dieses extrem arme Bild entstammt wohl einem ebenso armen Künstler, der sich eine nur ~15 cm breite Leinwand leisten konnte und zudem nur 4 verschiedene Farben. Zudem mangelt es ihm auch noch an der nötigen Kreativität. Denn in dieses Kunstwerk lässt sich nun wirklich nichts hineininterpretieren!

BILD3410

NEIN ab 00.00 Uhr

Weiß ist Krieg | white is war

Weiß ist Krieg | white is war

Offensichtlich hatte diesmal der Schöpfer dieses Meisterwerkes ein essentielles Problem mit der Farbe weiß. Deshalb rüffelte er jene zu Tode, indem er ihren Namen mit schwarz in seiner Muttersprache und der inoffiziellen Weltsprache niederschrieb – um es einem breiteren Publikum wahrzumachen, wie schlecht diese Farbe doch ist!

2 Antworten to “Kunst”

  1. Max said

    Mit Stauber?

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